Die Tabakaufbereitung

Wissen Sie eigentlich, welch Aufwand für ein "Centprodukt" wie die Zigarette betrieben werden muss?



Zunächst werden auf Auktionen ganze Ernten aufgekauft, in riesigen Hallen gelagert, um auch einmal während einer Mißernte die Zigarettenproduktion aufrecht erhalten zu können. Nach einer von Testrauchern festgelegten Rezeptur werden Mischungen zusammengestellt, die dafür sorgen, daß der markentreue Raucher in seiner Schachtel immer wieder den von ihm bevorzugten Geschmack findet. Die so zusammengestellten Mischungen werden, je nach Anteil der verschiedenen Sorten, getrennt aufbereitet.
So macht es z.B. keinen Sinn, ein nur wenige cm großes Blatt des Orienttabaks zu entrippen, weil die darin befindliche Rippe klein genug ist, sie gemeinsam mit dem Blatt zu schneiden. Virginia-Tabake aber können eine Länge von 60 cm und mehr erreichen und weisen eine fingerdicke Rippe auf. Diese Rippe durchläuft in der Tabakvorbereitung einen separaten Prozess, um sie später wieder in genau dosierten Anteilen dem Blatt zuzuführen und die Mischung abzurunden. Mit einem Wassergehalt von ca. 13,5% verläßt der Tabakmassenstrom den Trockner, um in riesigen Boxen zwischenzulagern. Von dort gelangt der nun fertige Schnitttabak in eine Beschickungsanlage, die ihn pneumatisch in den Verteiler der
Zigarettenmaschine fördert.



Schematische Darstellung einer Tabakaufbereitung


Schematische Darstellung



(Graphics © by G. Nitschke)



Tabakaufbereitung

Blick in eine Tabakaufbereitung

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