
Die Zigarettenmaschine, nicht zu verwechseln mit einem Zigarettenautomaten, was ich in Gesprächen mit anderen Leuten oft zu erst zu hören bekomme, stellt, wie der Name verrät, Zigaretten her. Wie macht sie das? Eine Zigarettenmaschine setzt sich im Wesentlichen aus 3 Baugruppen zusammen. (Leider ist es mir nicht gestattet worden, eine Abbildung einer Maschine des führenden Herstellers zu veröffentlichen, darum beschränke ich mich hier auf den Text.)
Die Baugruppen einer Zigarettenmaschine
Die Verteilereinheit
Beginnen wir rechts: (Die Zigarette wird von rechts nach links gefertigt.) Die fertige Tabakmischung erreicht die oberhalb der VE sitzende und in das Gesamtgehäuse integrierte Tabakschleuse durch Rohrleitungen auf pneumatischem Wege. Ein Luftstrom, ausgelöst durch einen Ventilator im Beschickungssystem, sorgt zunächst einmal dafür, dass sich immer ein Tabakvorrat in der Maschine befindet.
Der Tabak wird im Verteiler von einem mit Zahnleisten bestückten Föderband mitgenommen, auf ein sog. Saugband abgegeben und von diesem dem Saugstrangförderer zugeführt. Hier entsteht nun ein homogener Tabakstrang, der bereits beim Aufbau überwacht und z.B. von noch vorhandenen Rippenstückchen, die sich bis hierher verirrt haben könnten, befreit wird. Auch überschüssiges Gut wird vom Tabakstrang abgekämmt und zurückgeführt. Erst jetzt wird dieser Strang an die Strangeinheit (SE) übergeben.
Die Strangeinheit
Durch eine Zwangsführung wird der noch offene Tabakstrang in eine runde Form gebracht, die Papiernaht mit Leim bestrichen und von einer Nahtheizung beim trocknen unterstützt. Und weil es so schnell geht, sind sogar 2 Nahtheizungen hintereinander angeordnet. Das von einer Rolle abgespulte Zigarettenpapier, die Bobine wird vorher in einem Druckwerk mit dem Markennamen der Zigarette bedruckt. Dieser jetzt geschlossene Strang wird nun geprüft, in doppeltlange Tabakstöcke geschnitten und mittels einer aufwendigen Mechanik, Spinne genannt, an den Filteransetzer übergeben.
Der Filteransetzer
Der Fertigungsprozess des Filteransetzers entspricht einem weltweit führenden Prinzip, das in Hamburg entwickelt worden ist: Der doppeltlange Tabakstock wird geschnitten, auf einer Trommel gespreizt und mit Belagpapier verbunden. Im Anschluss wird die Doppelzigarette geschnitten, jede einzelne geprüft und an die sich anschließende Maschine übergeben. Das ist in aller Regel ein sog. Schragenfüller. Schragen sind Kunststoffkästen, die etwa 3000 Zigaretten aufnehmen und das weitere Handling erleichtern.